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Pro-Argumente: - Einäugig Farbenblinde empfinden eine reife Erdbeere mit dem gesunden Auge als rot und mit dem farbenblinden Auge als gelb. Die einfachste Erklärung dafür: Farbe befindet sich nicht auf der Erdbeere, sondern entsteht im Gehirn. - Evolution: erst seit ca. 35 Millionen Jahren besitzen unsere Vorfahren drei Rezeptortypen in der Netzhaut. Vorher die längste Zeit nur zwei Rezeptortypen; vorher nur einen Rezeptortyp. Wenn die Farbe Rot objektiv in der Außenwelt wäre, hätten unsere Vorfahren das Abendrot zunächst fälschlicherweise als Grau empfunden, dann mit Entstehen des zweiten Rezeptortyps als Urgelb und erst erst mit Entstehen des dritten Rezeptortyps korrekt als Rot. Dies klingt zu sehr nach zielgerichteter Evolution, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Wissenschaftlich unhaltbar. Man könnte einwenden, die Vorfahren mit zwei Rezeptortypen hätten das Abendrot nicht Urgelb, sondern Rot empfunden. Dann machen wir das Spielchen eben mit dem Gelb der untergehenden Sonne. (Unsere Früchtearten dürfen wir nicht nehmen, da es sie vor 35 Millionen Jahren kaum gab.) Denn mit zwei Rezeptortypen kann man neben Weiß und Schwarz nur zwei Farben empfinden, eine für langwellige und eine für kurzwellige Lichter. Urgelb und Urblau oder Urgrün und Urrot oder zwei Farbempfindungen, die es schon lange nicht mehr gibt. Wer kann das wissen? Wenn also vor 50 Millionen Jahren das Abendrot als Urrot erschien, dann empfanden sie auch die Gegenstände, die uns heute Gelb erscheinen, als Urrot und wir haben das obige Problem keineswegs gelöst. Demnach macht es vielmehr Sinn, die Farben als Empfindungen zu bezeichnen und sie im Gehirn zu lokalisieren. - Welche Farben empfinden Tiere? Sollten alle Tiere das sichtbare Licht exakt gleich empfinden als wir? Aber es gibt sehr viele Tiere mit nur zwei Farbrezeptoren: sehen diese alle die Farben falsch und nur wir Menschen richtig und dies auch nur seit 35 Millionen Jahren? Einziger Ausweg: Farbe ist Empfindung. |