Farbkonstanz - Die spektrale Verteilung des natürlichen Lichts ändert sich in Abhängigkeit von Wetter, Tageszeit und geographischem Umfeld. Ernst-Peter Fischer zur Farbkonstanz: "Eine einfache Nachmessung mit einem Photometer zeigt zum Beispiel ganz deutlich, dass ein weisses Blatt Papier im hellen Licht eines heissen Mittags vornehmlich kurzwelliges (blaues) Licht abstrahlt, dass es im milden Licht eines einsetzenden Abends vornehmlich langwelliges (rotes) Licht reflektiert, und dass im kühlen Schatten eines grossen Apfelbaums an einem Sommernachmittag vornehmlich mittelwelliges (grünes) Licht von ihm ausgeht. Trotzdem bleibt das Blatt für uns weiss - und eine Banane gelb oder eine Apfelsine orange oder eine Tomate rot und vieles mehr. ... Die Farbkonstanz stellt - als evolutionäre Errungenschaft der Menschen betrachtet - natürlich die wichtigste Bedeutung der Qualität Farbe dar. Farben müssen nämlich für die frühen Lebewesen ein Signal geliefert haben, mit der überlebenswichtige Unterscheidungen getroffen werden konnten - etwa die zwischen reifen und unreifen Früchten oder die zwischen giftigen und harmlosen Pilzen." (aus seinem Buch "Die Wege der Farben: vom Licht zum Sehen und über die Gene zum Gehirn." Konstanz. Regenbogen Verlag Klaus Stromer. 1994) |
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