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In dem Kapitel "Die Mängel der Dreifarbentheorien" habe ich Kritik an einigen irreführenden Aussagen und Begriffen der Dreifarbentheorien geübt. Unter anderem an der Behauptung, alle Farben könnten durch additive Mischung aus drei Grundfarben erzeugt werden. Im persönlichen Gespräch mit Farbmetrik-Experten wurde mir entgegengehalten, dass diese Aussage durchaus berechtigt sei. Sinngemäss lautete der Einwand: |
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Zwar seien die drei Lichtarten, die momentan in Fernseh- und Computerbildschirmen eingesetzt werden, nicht in der Lage, alle blaugrünen Farbtöne zu erregen, doch sei dies ein rein technisches Problem. Möglicherweise werde es in wenigen Jahrzehnten technisch möglich sein, drei Lichtarten einzusetzen, die beinahe spektralrein seien und alle reell vorkommenden Farben erregen könnten. Diese drei Lichter könnten zwar keine anderen spektralreinen Lichter erzeugen und auch die von spektralreinen Lichter erregten Farben nicht simulieren, jedoch kämen spektralreine Lichter ohnehin nur in physikalischen Experimenten vor und treten in der Natur praktisch nicht auf. Kein einziges Gemälde oder natürliches Objekt reflektiert spektralreines Licht. Die Farben aller Gemälde und natürlicher Objekte könnten durch diese drei farbigen Lichter nachgestellt werden. Demnach sei die Behauptung, "drei Lichtarten genügen, um alle praktisch auftretenden Farbempfindungen zu erregen", vertretbar. Da die Thematik vermutlich vielen Laien zu kompliziert ist,
verwende ich einen Vergleich aus der Biologie,
der die Problematik verständlicher werden lässt. Stellen Sie
sich bitte vor, es gebe einen Planeten mit 1000 ausserirdischen Tierarten.
Nehmen wir an, es sei möglich, aus drei beliebigen dieser ausserirdischen
Tierarten alle irdischen Tiere zu erzeugen. Welche Verwirrung würde entstehen,
wenn die Biologielehrer ganz allgemein behaupten würden: "Es sind drei
Urtiere entdeckt worden, aus denen alle übrigen Tiere erzeugt werden
können"! Dieses Beispiel verdeutlicht auf leicht verständliche Art
einige Mängel der Dreifarbentheorien: |
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